Traditionelle Tibetische Medizin

Ausbildung bei Tulko Lobsang

Die tibetische Medizin ist eines der ältesten Medizinsysteme der Welt. Sie ist seit ihren historisch belegten Anfängen im 7. Jahrhundert bis heute weitgehend unbeeinflusst von westlichen Medizinströmungen geblieben.

 

Die Philosophie der tibetischen Medizin ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen Medizinlehren dieser Erde. Der Hauptunterschied zwischen der westlichen und der tibetischen Medizin liegt in der Betrachtungsweise des Körpers.

 

In der westlichen Medizin wird der Körper als komplexe Maschine angesehen. In dieser "Maschine" laufen verschiedene  Prozesse ab, von denen man nur ein beschränktes Wissen hat. Deshalb ist diese Medizin mit ihrer Weisheit oft sehr schnell am Ende und gewisse Krankheiten nehmen unkontrolliert ihren Lauf. Nur wo Krankheitsverläufe aus empirischen Studien bereits genau bekannt sind, kann mit der westlichen Medizin konkrete Hilfe geleistet werden.

 

In der tibetischen Medizin ist die Herangehensweise komplett anders. Der Körper wird als Projektionsobjekt des Geisteszustandes angesehen. Jeder Vorgang in unserem Körper wird von sogenannten "Lebenssäften" gesteuert, welche die äußerlichen und innerlichen Einflüsse symbolisieren. Ein Ungleichgewicht der Säfte führt zur Krankheit.

 

Ferner spielen die fünf Elemente eine große Rolle. Wie der Makrokosmos, so setzt sich auch der menschliche Mikrokosmos aus den den fünf Elementen Erde, Waser, Feuer, Wind und Raum zusammen. Damit besteht eine Korrespondenz zwischen der sichtbaren Welt, dem Körper, den Krankheiten und den Heilmitteln.

 

Die Pulsdiagnose

 

Die Diagnose beruht fast ausschließlich auf der Pulsdiagnose. Die Pulstastung wird so durchgeführt, dass der Therapeut mit seinen mittleren drei Fingern die Pulse der Arteria radialis am Handgelenk des Patienten tastet. Der Zeigefinger drückt bis auf die Haut, der Mittlfinger bis zum Fleisch, der Ringfinger bis zum Knochen. Mit den daumenseitigen bzw. den kleinfingerseitigen Anteilen seiner Fingerkuppen beurteilt er die fünf Vital- bzw. sechs Hohlorgane, unterscheidet dabei Hitze- und Kältepulse (Krankheiten) und differenziert nach Körperabschnitten.

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© Petra Richter Heilpraktikerin

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